Geschichte über Schwarz Ernst

Es gibt nichts, was der leidenschaftliche Sammler und Ex-Rettungsmann Ernst Schwarz in seinem prall gefüllten Museum nicht hat. Alte Holztragen, Rettungshorner, Uniformen, Feuerlöscher, Operationswerkzeuge, Röntgengeräte, Brutkästen, Zahnbohrer,

Dokumente, Orden, mobile Apotheken, Literatur uvm. 

Der Rundgang durch die Räumlichkeiten im

ehemaligen Klausurgebäude der geistlichen Krankenchwestern zu Hohenems ist eine faszinierende Reise in die Vergangenheit.

Damals im Lazarett „Ich fühle mich dem Rettungswesen verbunden, seit ich ein Kind bin“, strahlt der 71-jährige

Ernst Schwarz. Für den ehemalige Sattler, Tapezierer und Gastwirt gehen die Erinnerungen zurück an die Zeit im Krieg.
Als seine Mutter im Heimatlazarett Riedenburg arbeitete.
Als der kleine Ernst alles mitbekam, was sich rund um die Betreuung der verletzten Soldaten abspielte. „Natürlich ging ich dann selber zur Rettung, hab´ dort im Laufe der Jahre alles mögliche gemacht.“

Noch heute hilft er den im selben Gebäude befindlichen Hohenemser Rettungsmänner aus, wo

er kann. Gleichzeitig ist er immer auf der Suche nach neuen (alten) Exponaten für sein

Museum, dessen Inhalt einen beeindruckenden Querschnitt durch die Medizin-Geschichte bietet.
Gänsehaut mitinbegriffen. Denn wenn Schwarz die Funktionsweise einer antiquierten Geburtenzange demonstriert oder den Zahnbohrer von 1895 in Betrieb setzt, kann dem Besucher ganz schön mulmig werden. „Tja, viele glauben, meine Apparate würden nicht mehr

funktionieren. Aber sie funktionieren alle noch.“

 

Ernst Schwarz hat sein Museum verinnerlicht. Es gibt keinen Gegenstand und keine Broschüre, zu welchem ihm keine Geschichte einfällt. Die Besucher würde er am liebsten nicht mehr gehen lassen. Und wenn sie dann irgendwann doch gehen, gehen sie mit dem

Wunsch des „Herrn Museumsdirektors“, möglichst bald wiederzukommen.

 

Ernst Schwarz